2. März 2010

...was man nicht in 50 Jahren schafft,....frag DHL

Nachdem ja das Gehäuse so in meinem warmen Büro schlummert, war ich ja auf der Suche nach einem 400er Zylinder. Durch "pastoralen" Beistand und nach dem Motto:
"Geben ist seeliger, als nehmen"
konnte sich doch mein virtueller Horexfreund Tammo von 2 der Teilchen trennen. Ein Exemplar war durch die angeknabberten Rippen für den "Wolfs-Motor" reserviert, da ich diesen kürzen lassen möchte. Dann kommt es auf die oberen Rippen nicht an. Der 2. hatte nach seinen Informationen nur einen "obligatorischen Macken" oben, den man jedoch nach Kopfmontage nicht mehr so sehr sehen sollte.

Heute kam das Paket an und was kam da zum Vorschein. Leute ich kann Euch sagen:

"Was die Horexfahrer und Sammler in 50 Jahren und 50.000 km nicht schaffen, das schafft die DHL an kümmerlichen 2 Tagen und ca. 300 km".

Ich werde den Postbüttel in mein Nachgebet einschließen....es könnte ihm was passieren....grrrrrrr!!!!!!!















und natürlich am besseren Zylinder....

9. Januar 2010

Das Gehäuse...und das überflüssige Material, oder Kurt legt vor

Kurt legt jetzt aber ganz schön los, das geht ja schneller als mein PC zur Zeit.

Ihr könnt Euch noch erinnern? Nee, dann nochmals zur "Auffrischung". Das 250er Rundgehäuse hatte ja 2 elementare Macken, dabei handelt es sich u.a. auch um diese ausgerissene Schraubenführung auf der Primärseite, unterhalb vom Kettenspanner. Da ich ja keine Oelsardine möchte und gerade am unteren Gehäusebereich solche Stellen zur Undichtigkeit neigen, ist eine Reparatur unumgänglich. Keine Frage und keine Diskussion. Auch gab es noch ein kleine Stelle am Gehäuse vorne, die ich aber leider nicht gepicst hatte.

Das wurde nun mit Hilfe von Kurt & Komplizen aufgeschweißt und dann konnte Kurt endlich wieder seine Deckel mal wieder richtig laufen lassen. Schön sauber wieder das Teil in Form bringen.


..hier der ehemalige Defekt von Vorne.

Sauber und von Hand ohne die "drückende" Unterstützung nicht denkbar. Das Gewinde wird neu eingeschnitten.


Tja und dann noch etwas zur "Gewichtsreduzierung. Das 250er Gehäuse musste ja bisher nur den Zylinder mit unterem Maß von 80 mm aufnehmen, während der 400er Zylinder ein Maß von 86 mm unten hat. Und wie es aussieht, passt der 400er Zylinder (Kennung 06). Die Stehbolzen für die Zylinder sind, entgegen denen am Zylinderkopf bei allen Reginen gleich.

So jetzt muss ich mir mal langsam Gedanken über den Kolben machen. Mit Thomas habe ich heute auch schon telefoniert, denn da liegt ja meine Welle. Das Originalpleuel der 250er Welle hat ja leider 16 KoBo und das ist nicht so der Hit.

Kurt hat ja mit seinem BSA Kolben neue Maßstäbe im Bezug auf Verdichtung gestellt. Alter Schwede, hier nur noch mal zur Verdeutlichung....da warte ich mal die ersten Fahrversuche ab:

7. Januar 2010

"Kopf sei Dank"..."Kurt sei Dank"....so ähnlich

....sollte es heute heißen, denn der Postbüttel musste mal wieder "schwere" Hightec-Material ankarren. Der umgebaute 250er Kopf kam heute an. Nach dem stundenlangen Frust der vergangenen Tage mit meinem PC, der immer noch nicht so richtig will, ein Highlight im neuen noch jungen Jahr. Die Ventile sind schon von Kurt eingeschliffen worden und ...
...und dann mal gleich die neuen Stehbolzen eingeschraubt und mit Loctite mittelfest gesichert.

So und nun noch etwas Horexgeschichte. Unserer Siegfried hatte ja in seinen HB 1/90 Seite 5 geschrieben, dass es von den 250er Einport links 2 Varianten gibt. Bei der Nr.: E1ME2-C sind die Stehbolzen zu kurz. Meiner trägt die Nr.: E1ME2-d von 11-52, hatte jedoch auch...
...nur die kurzen Stehbolzen, die für eine Montage auf 400er Zylinder nicht geignet sind.
Zum einen, da sie für eine Leistungssteigerung nur über 3 Kühlrippen eingebaut sind, als auch, dasss eine Montage auf 400er Zylinder nur wenige Steigungen für die Mutter zulässt. Und hier der Beweis für Siegfrieds Fakten. Nur über 3 Kühlrippen bei den kurzen Stehbolzen, während die langen Stehbolzen über 5 gehen. Da aber die Löcher neu von Kurt gesetzt wurden, kein Problem.






3. Dezember 2009

Der Kopf bekommt ein paar auf den Deckel

So, jetzt ist der 250er Kopf an der Reihe. Der will ja nicht so recht auf den 400er Zylinder passen. Die Stehbolzen stimmen nicht, die Kalotte hat nicht den richtigen Umfang und letztich ist der 26er Einlass auch nicht gerade von gebührender Größe.

Daher bekommt der gute Kopf mal eines auf den:












und dies natürlich in der gut besuchten Werkstatt von unserem "Meister" Kurt. Wie man sieht ist das Interesse doch gross und bei Stefan sieht man schon etwas die Nervosität "wird dieser Motor schneller sein, ist der eine Konkurrenz" und Kurt hat mal lieber eine Auge auf die Einstelldaten, nicht dass Stefan da noch sabotiert.
Rita und Ralf finden es eher erheiternd.













Zuerst wurden die alten Stehbolzenlöcher ordentlich wieder zugeschweißt und dann setzte Kurt die neuen Bohrungen.















Dann wurde die Kalotte auf das richte Maß ausgedreht (oder sagt man ausgespindelt?), na Hauptsache das passt .










Das sieht schon sehr gut aus, was?
So, und jetzt nicht ganz Jugendfrei, kommt der grosse Akte vom Einlass, da muss schon etwas Material runter und letztlich sind es dann satte 30,22 mm für einen ordentlichen Vergaser.

Ist das ein Teil? Na...neidisch























Kurt hat da gute und professionelle Arbeit geleistet., dafür fahre ich dann auch ganz artig hinter Rita her.

27. Oktober 2009

"endlich frei"..oder Kelle kriegt die Welle

Heute hat mich Ralf im Büro besucht und die beiden Schneckenradabzieher mitgebracht. Die Abzieher unterscheiden sich für Schnckenrad mit links oder rechts-Lauf, d.h. für Kolbenpumpe oder für Zahnradpumpe. Da ich zum Glück einen Zahnradpumpe in dem Rundgehäusemotor habe, kam der Abzieher mit Linksgewinde zum Einsatz. Schön noch auf den KW-Stumpf ein Schraube gesetzt....

..und dann den Abzieher aufgeschraubt.

Einfach das Ganze auf festem Druck angezogen und zur "Motivation" mit dem Gummihammer ein kleiner Schlag und das nette Schneckenrad lag mir in der Hand. Wenn nur alles so einfach ginge...


Dann noch das letzte Lager aus dem Gehäuse gekloppt, natürlich geduldig angewärmt.



,,,,,,,zum Schluss noch etwas "Goldgräber-Stimmung". Da hat sich wohl das Pleuellager resp. irgendwas davon aus Messing verabschiedet. Zuvor habe ich noch versucht die Lagerinnenringe runter zu bekommen. Da ich nix kaputt machen möchte, ich werde langsam schlau...oder erwachsen... frage ich erst mal bei Kelle nach.























23. Oktober 2009

..hat der ein Rad ab...Zerlegung geht weiter

Also, sollte Euch jemals einer fragen, ob Horexfaher ein Rad ab haben, könnt Ihr getrost JA sagen, ihr braucht also nicht auf mich verweisen....ich habe heute mal wieder bei meinem "Zentrierer" 2 Sätze neu eingespeichter und bereifter Räder abgeholt. 20,00 €/Rad für zentrieren, auswuchten und aufziehen... ist fair, oder?


Eigentlich hatte ich heute vor mal nicht zu schrauben, sonderen die Werkstatt mal wieder auf Vordermann zu bringen. Der Ansatz war da, muss jedoch noch heftig an der Umsetzung arbeiten, denn nach einer Weile hing ich wieder an den Teilen.
Ralf hatte mich ja im Laufe des Tages aufgeklärt und ich wusste nun, es ist ein stink-normales Rechtsgewinde. Also die Hartholzplatte für den Kolben/Pleuelsatz unterlegt und hurtig war die Mutter offen, kein grosser Akt.


Den Deckel der Drehschieberentlüftung wollte ich gleich mal von den Simmerringen befreien. dabei habe ich schon die angesetzten Materialfetzen gesehen. Schaut mal weiter oben im Thread, das Bild mit dem Motorkettenrad, da sieht man rechts die angeflickten Blessuren. Da ist mit Kaltmetall gearbeitet worden. Da die Teile recht fest sitzen, mit der Heißluftföhn schön mal Zunder gegeben. Die Kaltmetallstellen haben hierbei richtig schön Oel geschwitzt, also ganz schön porig das Zeug.

Nach dem Erwärmen kann man leicht an der Ausbuchtung der Entlüftungslöcher mit einem Schraubenzieher unter leichten Schlägen die Simmeringe raustreiben. Ist wirklich einfach gegangen,......aber.....

...die angeflickten Materialteile blieben am Simmering hängen oder haben sich u.U. unter der Hitzeeinwirkung getrennt. Da ist ja in der Vergangenheit ganz schön brachial gearbeitet worden., wobei ich mir soviel ungestüme Gewalt beim Arbeiten nicht vorstellen kann.

Da der Föhn schon mal warm war, gleich mal noch die linke Gehäusehälfte und den Primärdeckel von den Lagern getrennt. Schön anwärmen und mit einem Holzteil ging es dann raz-fatz.




Am Wochenende räume ich aber wirklich auf. Versprochen.

22. Oktober 2009

...auf der Suche nach der Welle, die nicht unendliche Geschichte

Ich nehm´s gleich vorweg: Die WELLE ist gefunden und man sieht es nicht auf dem Bild, jeder -Horexfahrer- hatte es schon gewusst, die 02 Rundgehäuse-Motorenausführung hat eine gepresste Welle. Sieht man nur auf diessem Bild nicht :-) ..und gleich vorweg, ich hatte noch im Gehäusedeckel eine Schraube drin, die ziemlich eingeklebt war, da habe ich doch nochmals das Gehäuse untersucht und siehe da "Schei....be" hier ist leider die Gewindebohrung verhunzt worden. Die Schraube hält sich zwar so "ach und krach" noch in den verbleibenden Gewindefragmenten und ist daher wohl eingeklebt worden, aber ich werde das wohl reparieren lassen. Wenn dann richtig.
Bei meinem Schlosserfreund hatte ich heute noch die Ausdrückplatte wieder schweißen lassen und den Anweisungen vom "Meister Frankenstein" folgend: "kurzen Schlag auf den Kopf"...bewirkt wunder und das Motorkettenrad ging ab. Zuammen mit der Duplexkette und dem Kupplungskorb dann schön abgezogen.


Am Motorkettenrad sieht man schön die beiden Entlüftungsbohrungen für die Drehschieberentlüftung.

Im Deckel der Drehschieberentlüftung sind 2 Wellendichtringe, mit jeweils entgegen gesetzen Lippen.


Hier sieht man die beiden Entlüftungsbohrungen im Drehschieberdeckel. Die Bohrung oberhalb geht auf den Kanal...

..und hier zur Vervollständigung noch den Kanal.

Dann kam noch der Sicherungsring dran, hat mich eine Zange gekostet....nix ist ärgerlicher, als minderwertiges Werkzeug.


Dann die linke Gehäusehälfte vorsichtig abgehoben, hierzu verwendet man die vorgesehen "Hebelfurchen" an der Motoraufhängung vorne und hinten. Ging sehr einfach ab. Das Getriebe blieb artig in der rechten Motorengehäusehälfte liegen....und ganz ehrlich, diesem Puzzel würde ich gerne aus dem Weg gehen. Ich habe mir zig Bilder gemacht, wird vermutlich nix nützen, aber es beruhigt....zumindestens kurzfristig.

So, jetzt noch die rechte Seite, hier hätte ich wohl lieber zu Anfang mal die Mutter gelöst, aber es geht halt nix über "Lernen". Jetzt Frage: Was für eine Gewinde?


......da mir ja der Schneckenradabzieher (Zahnradpumpe) fehlt, geht´s so wie so erst nächste Woche weiter. Jetzt werden erstmal die Teile geputzt und gelagert.